Tauern Hauptkamm Überschreitung

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Zwanzig Jahre sind eine lange Zeitspanne. Viele behaupten, daß man in der Erinnerung an Vergangenes manches glorifiziert, daß man alles schöner und besser sieht, als es in Wirklichkeit gewesen ist. Diese Meinung vertrete ich nicht. Entweder man hat wirklich etwas erlebt, dann erinnert man sich an jede Einzelheit genauso, wie wenn es erst gestern gewesen wäre, oder man hat überhaupt kein Erinnerungsvermögen, dann verblaßt selbst das stärkste Erlebnis. Mir hat die Wirklichkeit mit all ihren Härten stets gefallen: die Gefahr, das rauhe Bergsteigerleben, Entbehrung und Schmerz, doch auch die Gegensätze des Lebens. Nach Durst und Hunger liebe ich einen guten Trunk, ein kräftiges Mahl, nach einem Biwak ein weiches Bett. Mag diese Einstellung auch Trivial sein, sie entspricht aber doch den gegebenen Tatsachen. Zwanzig Jahre sind es her, daß ich mich als alpines Rennpferd betätigt habe und mit Elan über die Gipfel der Glocknergruppe stürmte, zwanzig Jahre sind im Leben eines Bergsteigers eine lange Zeit, sie umfassen fast eine Bergsteigergeneration. Natürlich steige ich noch immer auf die Berge, zu jeder Jahreszeit, an jedem Sonn-und Feiertag, doch das Tempo ist bedächtiger geworden, Routine und langjährige Gewohnheit ersetzen die jugendliche Spannkraft, der Entschluß zum Abenteuer weicht alten Grundsätzen. Wenn ich die Speichen des Lebensrades in der Erinnerung um zwei Jahrzehnte zurückdrehe, so geschieht es nicht mit Wehmut und Elegie, sondern aus dem Bedürfnis heraus, ein schönes Berg-erlebnis neu aufleben zu lassen.

Die Überschreitung des gesamten Nordwestgrates vom Kastenturm bis zum Großglockner zählt wohl zu den großzügigsten Unternehmungen der Ostalpen. sehe mich noch im Kalser-Tauern-Haus mit einer Schar junger begeisterter Bergsteiger, die dieses Projekt in die Tat umsetzen wollen. Eine Erkundungsfahrt auf die Glocknerwand von einigen Kameraden ergab schlechte Verhältnisse; weicher Firn in den unteren, tiefer Neuschnee in den oberen Lagen. Müde und abgekämpft kehren die Teilnehmer dieser Fahrt zurück und erklären einstimmig, dass bei dem derzeitigen Wetter und den herrschenden Schneeverhältnissen die gesamte Überschreitung einen zu gossen Aufwand an Kraft bedeuten würde. Das habe ich vorausgesehen, und deshalb wechseln Fredl Schaschl und ich das Standquartier des gastlichen Tauernhauses mit dem freundlichen Lavant in den Lienzer Dolomiten. Wir bereuen nichts. Während die anderen Kameraden durch die ungünstigen Verhältnisse ihre Tourenpläne reduzieren müssen, gelingen uns bei Sonnenschein und im trockenen Fels eine Reihe hervorragender Fahrten. Zehn Tage später sind wir wieder in Kals. Ich habe mich geistig für die Tour gründlich vorbereitet, kenne fast jede im Führer angegebene Stelle, alle Abstiegsmöglichkeiten, um die Tour bei Wettersturz rechtzeitig abbrechen zu können, die einzelnen Höhenunterschiede, kurz und gut, ich habe

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