Rund um den Mont Blanc

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Eine Fahrt rund um den höchsten Berg Europas kann sehr einfach, sie kann aber auch recht abwechslungs­reich und eine ausgedehnte Bergtour sein. Denn nachdem das Mont-Blanc-Massiv heute von Seil­bahnen wie mit einem Spinnennetz überzogen ist, kann natürlich jeder, der über den entsprechenden Geldbeutel verfügt, mit Hilfe dieser Bahnen das Mont-Blanc-Gebiet überqueren. Doch der Bergstei­ger wird andere Wege gehen, und es ist sicher reiz­voll, den „Weißen Berg” einmal zu umwandern, wo­bei das Wort „wandern” nicht im sonst üblichen Sinn verstanden werden will. Es handelt sich dabei um eine echte Hochtour.

Ausgangspunkt ist Chamonix bzw. Montenvers, das man mit der Zahnradbahn von Chamonix aus er­reicht. Von dort aus steigt man gegen den Gletscher (Mer de Glace) etwas ab, folgt aber einem hoch über dem Eis dahinführenden Steig talein. Nach einer Wegteilung (es ist die zweite nach Montenvers) geht man einer Wasserleitung bis zu einer dritten Weg­gabelung nach. Dort in südlicher Richtung über Schutt und Blockwerk hinunter an den Gletscher­rand zu einem Punkt, der auf der Spezialkarte mit „L’Angle” bezeichnet ist. Auf dem Eis geht man in südöstlicher Richtung gegen die Mittelmoräne zu, die sich am Zusammenfluß von Glacier du Tacul und Glacier de Leschaux bildet. Je nach Eisverhält­nissen steigt man auf dem Gletscher entweder auf der Mittelmoräne bis gegen die Ausläufer der Aiguille du Tacul auf, um sich dann nach Westen gegen das orographisch linke Gletscherufer zu wen­den, oder bleibt vorher schon mehr rechts, um unter­halb des Géant-Eisbruches das rechte Gletscherufer zu gewinnen und von dort in Serpentinen die Requinhütte (2 516 m) zu erreichen. Gehzeit 3 bis 4 Stunden.

Die nächste Etappe ist der Weg zur Turiner Hütte des CAI am Col du Géant zwischen Pointe Hel­bronner und Aiguilles Marbrées, 3323 m hoch ge­legen. Die Turiner Hütte ist heute gleichzeitig Unter­kunft der Seilbahnstation. Von der Requinhütte geht es fast eben zum Géantgletscher, dessen Eisbruch möglichst auf der nordöstlichen Seite überwunden
wird. Am besten nimmt man die Felsinsel „Le Petit Rognon” zum Ziel (3 008 in). Unterhalb dieser Fel­sen steuert man die große, ziemlich flache Gletscher­mulde unterhalb der Felsen „Le Gros Rognon” (3 541 m) an. Durch diese spaltenreiche Mulde steigt man gegen die Felsen von la Vierge (3 222 m) an, ßt diese rechts liegen und steigt über mäßig ge­neigte Firnhänge zum Col du Géant auf. Auf dessen Südseite in einigen Minuten abwärts zur Turiner Hütte. Gehzeit von der Requinhütte normal 3 bis 31/2 Std., bei ungünstigen Schneeverhältnissen be­deutend länger.

Von der Turiner Hütte Abstieg auf markiertem Pfad nach La Palud oberhalb Entrèves, etwa 31 Stun­den. Wir sind nun auf der italienischen Seite und gehen von Entrèves in südwestlicher Richtung ins Val Veni, um den Combalsee zu erreichen. Dorthin auch mit Auto. Kurz zuvor nach rechts über den Seeabflug und nach Norden ins Miagetal zum italie­nischen Miagegletscher. Hierher auch schon vorher an der Cantine de la Vissaille an der Val-Veni­Straße abzweigen und über die Freney-Alm ins Miagetal. Auf dem Miagegletscher bleibt man mög­lichst an seiner westlichen Begrenzung und steigt ziemlich gerade aufwärts bis an den Fuß des Col de Miage (3356 m). Dieser selbst wird über leichte Felsen und ein steileres Firn f eld erreicht. Wenige Meter unter der Westseite des Cols liegt die Durier­hütte. Gehzeit von Entrèves bis zum Fuß des Col de Miage etwa 6 Std. (bei Benutzung eines Autos ins Val Veni entsprechend weniger). Aufstieg zum Col etwa 1 1/2 Std.

Vom Col de Miage Abstieg nach Norden zunächst über zahlreiche Kehren zum französischen Miage­gletscher. Man muß diesen in Richtung der von der Aiguille de Tricot (3 665 m) herabkommenden Fel­sen queren und unterhalb der Felsen die unteren Hänge der Pointes de Tricot erreichen. Oberhalb des Gletscherabflusses talaus auf Pfadspuren bis Miage und nach La Gave. Von dort Autostraße über St-Gervais zurück nach Chamonix.

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