Palon Ostwand

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Oberhänge. Nach zwei Seillängen verliert sich das Band. Ich klettere ums Eck und kann einen herr­lichen Wasserfall bewundern, der aus dem Gipfel­kessel 20 m über mir herabsprüht. Ab und zu fliegt auch eine Konservendose herunter, die oben irgend­wo ausapert. 

Am Wasserfall-Standplatz füllen wir die Flasche nach und laben uns. Als eine andere Konservendose dicht neben mir aufschlägt, gibt es auf unserem Standplatz ein Gedränge. Hoffentlich apern keine Steine aus! Bei diesem Gedanken geht Reinhold die nächste Seillänge an. Es macht ihm Spaß, unter dem Wasserfall zu queren. Kein Wunder: Vor Jahren kämpfte er sich stundenlang bei starken Regengüssen durch die Pelmo-Nordwand, da muß ihm ein kleiner Wasserfall wohl Spaß machen!

Und dann sind kaum noch bedeutende Schwierig­keiten zu überwinden. Viele Latschen, ein breites, bequemes, überdachtes Band, das zum Ausruhen ein­lädt, ein Felssporn, dann der Gipfel, auf dem der Händedruck ausblieb, weil es kein Gipfel war.

Palon-Direkte-Ostwand

Allgemeines: Der Palon (2 098 m) erhebt sich westlich der Stadt Trient. In der 400 m hohen und etwa 800 m breiten Ostwand wurden in ihrem linken Teil in den dreißiger Jahren durch G. Pisoni und Bruno Detassis zwei Anstiege eröffnet, die aber damit das Problem einer direkten, in der Linie vollendeten Route nicht lösten. Erste Begehung der direkten Ostwand, die als Ostwand-Direttissima bezeichnet wird, am 31. April 1967 durch Reinhold Meßner und Heinz Steinkötter in 5% Stunden Kletterzeit. Der Anstieg kann in 4 Stunden wiederholt werden. — Es wurden außer den Standhaken 7 Haken und ein Keil geschlagen; fast das ganze Material blieb stecken.

Beschreibung: Zugang: Von Trento auf der Straße bis zu den letzten Hotels am Monte Bondone. Ober eine gut ausgebaute Fahrstraße auf der Westseite um ‚den Palon herum, bis zu einer Abzweigung; weiter über den Fahr­weg, bis man dort ankommt, wo man Einblick in den linken Teil der Wand hat. Ober den Hang links hoch bis zu den Felsen. Man quert unter ihnen (teilweise Wild­wechsel), manchmal auf und ab steigend, bis man zum tiefsten Punkt der Wand gelangt (Steinblock, darauf Steinmann). Hier Einstieg.

Die Führe: Linkshaltend drei Seillängen (I/II) auf Sat­tel. Rechts sieht man einen großen gelben, runden Fels­ausbruch. Ober Felsstufen (50 m) bis unter ihn

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