Großglockner – Rund um Österreichs höchsten Berg

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Das Gebiet um den Großglockner hat wirklich viel zu bieten: Klassische Eistouren wie Fuscherkarkopf-Nordflanke, Pallavicinirinne oder Riffl-Nordwand, die Wiesbachhorn-Nordwestwand und einige leichtere Klettereien und Überschreitungen. Die Kapruner Stauseen sind ebenso sehenswert wie die Glockner-Hochalpenstraße oder das Kitzsteinhorn. Ein Streifzug von und mit Karl Ölmüller.

Selbst dem guten Kenner des Groß­glockners fällt die Wahl nicht leicht, wie er sich dem höchsten Gipfel Österreichs am besten nähern soll. Gibt es doch eine solche Auswahl an Routen in der Glocknergruppe, daß man ruhig einige Wochen Urlaub hier zubringen könnte.

Die klassische Route der Erstbesteiger im Jahre 1800 führte vom malerisch gelegenen Kärntner Ort Heiligenblut das Leitertal aufwärts und über Hohen­wartscharte und Adlersruhe zu den bei­den Gipfeln.

Blick vom Fuscherkarkopf auf Grossglockner„Glocknerleitl“ und die Glocknerschar­te zwischen dem Klein- und dem Groß­glockner waren schon damals Schlüssel­stellen des Aufstiegs, der heute durch Ei­senstangen und Drahtseilversicherungen weitgehend entschärft ist. Wer’s nicht allzu eilig hat, für den ist das Leitertal und erst dann der Normalanstieg noch immer empfehlenswert. Durch den zu­sätzlichen Marschtag kann sich der Or­ganismus besser an die Höhe anpassen als bei Anmarschverkürzung über die Glocknerstraße. Die herrliche Groß­glockner-Panoramastraße sollte sich trotzdem niemand entgehen lassen. Wenn man von Norden kommt und durch Zell am See, Bruck und Fusch an der Glocknerstraße den alten Handels­wegen der Kelten und Römer über das Hochtor nach Heiligenblut folgt, wird man unvergeßliche Ausblicke und Tief­blicke erleben können.

Als Abwechslung kann man ja vom Großglocknergipfel über den Hof­mannsgletscher und die eisige Riesen­zunge der Pasterze zur Franz-Josefs­Höhe absteigen, von wo man mit dem Postauto über die Hochalpenstraße wie­der Heiligenblut erreicht.

Als Kompromiß, wenn die Zeit knapp ist und der Organismus dennoch nicht überfordert werden soll, kann man immer noch die Glocknerstraße mit Pkw oder Postbus bis zur Franz-Josefs-Höhe hinauffahren, nach einer knappen hal­ben Stunde in der gemütlichen Hof­mannshütte auf 2444 Meter Höhe näch­tigen und mit einem frühen Aufbruch über Hofmannsgletscher oder Meletzki­grat am nächsten Tag die 3454 m hoch gelegene „Adlersruhe“ oder sogar den Gipfel des Großglockners erreichen. Wenn auch der Gipfelrundblick vom Großglockner mit Recht berühmt ist, so hat die Berühmtheit auch ihre Schatten­seiten. An schönen Tagen im Hochsom­mer hat man schon wesentlich mehr als 200 Bergsteiger auf dem Gipfel gesich­tet, die sich dann an der ausgesetzten und luftigen Glocknerscharte zwischen Klein- und Großglockner erfahrungsge­mäß stauen.

Dann sind Wartezeiten von einer Stunde und mehr keine Seltenheit. Zwar ist der Ausblick an dieser Stelle gewaltig und fällt nach beiden Seiten viele hundert Meter haltlos in die Tiefe, doch kann der schönste Balkonplatz über der Pallavicinirinne nicht immer über die Qualität der „Akteure“ hinwegtrösten, die sich mit sichtlichem Bauchweh unter Zittern und Zagen über diese Firn- oder Eisschneide schwindeln. Kaum zu glau­ben, daß diese gewaltige Rinne schon vor über hundert Jahren erstmals durch­stiegen wurde. GrossglocknerZwar hackte damals im Vorstieg der wackere Bergführer Joseph Tribusser mit rund 2500 Stufen den Weg für seine Gefährten, doch erhielt die Rinne den Namen nach seinem „Herrn“, dem Markgrafen Alfred von Pallavicini aus Wien.

Auch heute noch ist diese Rinne eine der bekanntesten klassischen Eistouren der Ostalpen. Für guttrainierte Eisgeher mit kräftigen Wadenmuskeln ist sie noch immer empfehlenswert, auch wenn man sie wegen der Steinschlaggefahr aus der Gipfelzone nicht unbedingt an Wochen­enden angehen sollte.

Wer die Glocknerscharte mit den fast obligatorischen Wartezeiten nur einmal erleben möchte, kann von der Südseite her über Kals und die Stüdlhütte den Stüdlgrat als wunderschönen Felsgrat für eine Gipfelüberschreitung nutzen. Ob ausgeapert oder verschneit, hängt sehr vom Wetter vorher ab, doch hat diese leichte bis mittelschwere Tour den Vorteil, daß man dabei so gut wie keinen spaltengefährlichen Gletscher über­schreiten muß.

Auch ein Rekord ist vielen noch in Erinnerung: Peter Habeler hatte gewet­tet, daß er in 24 Stunden von Frankfurt aus den Großglockner besteigen könne und — nur mit den üblichen Verkehrsmit­teln — innerhalb der 24 Stunden auch wieder in Frankfurt zurück sein werde. Er hat es „derpackt“, der Peter, über den Stüdlgrat!

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