Gut zu Fuß durch den Sommer

No Comments
 
 

Der Urlaub steht vor der Tür, und so mancher Bergwanderer durchstreift die Alpen nach dem Motto: „Soweit die Füße tragen.“ Damit die Tour nicht zur Blasen-Tortur wird, sollten Sie nnit kleineren Etappen beginnen und die richtige Fußpflege beherzigen.

„Wo drückt dich der Schuh?‘ Das ist eine alte Redewendung. Sie zeigt, daß passendes Schuhwerk schon lange die Gemüter beschäftigt. Und fast jeder, der schon mehrere Stunden am Stück ein paar Kilometer „abgespult“ hat, weiß von Erfahrungen im Umgang mit Blasen und schmerzenden Füßen.

Den Grundstein für eine schmerzfreie Wanderung legen Sie bereits beim Kauf im Sport- oder Schuhgeschäft. Doch selbst wenn alle Punkte beim Erwerb berücksichtigt werden, kann sich der neue Stiefel auf der Tour als Wolf im Schafsfell entpuppen.

Wie kann ich Blasen vorbeugen, was ist zu tun, wenn sie sich trotzdem bilden? Wenn durch Druck und Scheuerwirkung der Schuhe die Oberhaut gegen den darunterliegenden Knochen ungewöhnlich stark verschoben oder gedrückt wird, so bildet sich eine Wasserblase. Wird die Blase im Laufe der Tour weiter beansprucht, so scheuert sie auf, eine offene Wundfläche entsteht. Wundwasser wird abgesondert, es kann zu einer Infektion kommen. Kleine, nicht stark behindernde Blasen sollen nicht aufgestochen werden. Sie werden am besten mit einem Schutzpflaster versehen und trocknen nach ein paar Tagen ein. Unter der Blase bildet sich rasch eine neue Haut.

Bei großen Blasen geht die Meinung der Mediziner auseinender. Mancher Arzt wird auch eine große Blase nicht aufschneiden. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß die von mir mit einer sterilen Schere oder Nadel geöffneten Blasen gut abheilten. Allerdings empfiehlt es sich, die Blase und deren Umgebung vorher zu desinfizieren. Wichtig: Die Haut soll Liber der Blase als Schutz belassen werden. Ein steriler Verband, der täglich je nach Wundabsonderung ein- bis zweimal gewechselt werden soll, dient als Wundabschluß.

Gelöste Hautfetzen sollen abgeschnitten – nicht abgerissen – werden. Die Wundstelle ist immer sauberzuhalten und zu desinfizieren.

Blasen treten weniger häufig auf, wenn Sie

–         viel Luft und Sonne an Ihre Füße lassen

–         viel barfuß gehen

–         lhre Füße oft reinigen (z. B. kühler Bergbach)

–         harte und reibende Schuh-und Sockenteile mit Seife glätten

–        die empfindlichen Stellen mit Pflaster überkleben. Gerade der letztgenannte Tip ist altbewährt. Allerdings sollte das Pflaster keine Mulleinlage haben.

Kranke Nägel und Hühneraugen sind weitere Probleme, die dem Bergsteiger und -wanderer oft die Tour „vermasseln“. Besonders beim Bergabgehen schmerzen die Nägel häufig. Richtiges Nägelschneiden ist die beste Vorbeugung gegen das Einwachsen. Der Nagel soll gerade, das heißt senkrecht zur Seitenkante, geschnitten werden. Schmerzen eingewachsene Nägel bereits, so kann man versuchen, einen mit Alkohol getränkten Wattebausch zwischen die seitliche Nagelkante und den Nagelwall zu bringen. Als „Alternative“ kann man auch mit einem Heftpflaster den Nagelwall von der Nagelkante zur Druckentlastung nach unten ziehen. 1st die akute Entzündung am Nagelwall bereits eingetreten, so zeigt sich dieser gerötet, schmerzt und ist auch stark erwärmt. Für solche Fälle sind desinfizierende Bäder (z. B. mit Kamille) zu empfehlen. Auch entzündungshemmende Salben können aufgetragen werden.

Blaue Nägel entstehen durch eine Blutung im Nagelbett. Bei kurz geschnittenen Nägeln ist diese Gefahr wesentlich geringer, es sei denn, Sie bekommen einen Schlag auf den Nagel. Hühneraugen, eine starke Hornhautbildung, lassen sich nach einem heißen Fußbad mit Bimsstein oder Hornhautschaber abtragen. Eine dünne Schutzschicht sollte immer belassen werden. Auch nach einer Behandlung mit Schmierseife oder speziellen Pflastern können Hühneraugen problemlos entfernt werden.

Tips für die Fußpflege
Gehen Sie viel barfuß, und härten Sie lhre Füße ab.

–         Ein kühles Fußbad in einem Bergbach tut fast immer gut.

–         Überkleben Sie empfindliche Stellen mit Heftpflaster.

–         Lassen Sie die Fußnagel nicht zu lange wachsen.

  • bergzeit.de
  • reibende schuhe

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments