KANGCHENDZÖNGA – DER HEILIGE BERG

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Kein anderer Berg der Erde ist eindrucksvoller als dieser. Denn volle acht Kilometer sind es von seinem Fuß bis zum allerhöchsten Punkt: Dort, wo die Götter wohnen.

Hundert Kilometer nördlich von Darjeeling, im Sikkim-Himalaya, erhebt sich eines der eindrucksvollsten Bergmas­sive dieser Erde: Über zwölfeinhalb Kilometer erstreckt es sich in ost­westlicher Richtung, sieben Kilome­ter mißt es von Norden nach Süden. Der Hauptgipfel ragt mit ei­ner Höhe von 8598 Metem fast bis in die Stratosphäre; und in Form eines gewaltigen Kreuzes strecken sich von diesem Hauptgipfel die Grate nach Süden, Westen und Nordosten.

Fast sechs Kilometer des Hauptgrates liegen ununterbrochen über der mythischen Höhenlinie der Alpinisten —der Achttausend-Me­ter-Linie. Neben dem Hauptgipfel — dem Kangchendzönga — ragen noch drei weitere Nebengipfel über 8000 Meter (darunter der berühmte Ya-lung Kang); dazu kommen noch acht Siebentausender und ungezählte Sechstausender.

KANGCHENDZoeNGA 01Ein »ungeheures Massiv« nennt es, eher untertreibend, der Himalaya-Kenner Professor Gün­ter Oskar Dyhrenfurth. In der Tat — ein unvorstellbares Massiv für den, der die Massive der Alpen kennt: Der Kangchendzönga ragt runde acht Kilometer über den Talboden mit dem wilden Gebirgs­fluß Tista. Wer von dort unten zum Gipfel blickt, der schaut doppelt so hoch wie der Alpinist in Chamonix zum Montblanc. Kein anderer Berg der Welt beeindruckt mit einer solchen »relativen« Höhe vom Fuß zum zum höchsten Punkt.

Kein Wunder also, daß der Kangchendzönga. lange Zeit als der höchste Berg galt: bis 1852, als der Mount Everest entdeckt und ver­messen wurde. Inzwischen ist noch der K2 in Pakistan an die zweite Stelle gerückt. So ist der »Kantsch« (wie er von deutschsprachigen Al­pinisten eher vertraulich genannt wird) der Dritthöchste: ganze 250 Me­ter niedriger als der Mount Everest.

Gipfelsieg Nummer 13 steht an

Die Wörter Kang-chen-dzö-nga bedeuten »Schnee-groß-Schatzkam­mer-fünf«; der Name weist also auf »Fünf Schatzkammern des großen Schnees« hin. Damit sind wohl die fünf mächtigsten Gletscher ge­meint, die der Berg in die umliegen­den Täler entsendet: der (berühmte und früher berüchtigte) Yalung-Gletscher nach Südwesten, der Ramthang-Gletscher und der Kang­chendzönga-Gletscher nach Nord­westen, der Zemu-Gletscher nach Ost und der Talung-Gletscher nach Südosten. Diese Gletscher bringen Wasser, mithin Fruchtbarkeit und Leben in die Täler. Und für die Menschen, die um ihn herum leben, ist es ein heiliger Berg: Sitz der Götter. Kein Bergsteiger soll deshalb den eigentlichen Gipfel­punkt betreten; aus Respekt vor dem Glauben der Völker, bei de­nen sie zu Gast sind, sollten sie auf dem Gipfelplateau — etwa eineinhalb Meter unterhalb des höchsten Punktes — Halt machen. Bergsteigerisch bedeuten diese paar letzten Schritte kaum etwas, für die Leute in Nepal und Sikkim aber sind sie entscheidend.

Die drei Flanken des riesigen Massivs (die Aufklappseiten des In­nenteils zeigen sie nebeneinander) haben die Bergsteiger in unter­schiedlich starkem Maße angezogen: KANGCHENDZoeNGA 04 ostSechsmal ist der »Kantsch« bisher von der Südwestseite her bestiegen worden, fünfmal von der Nord­seite — und einmal von Osten her. Vorher hatte die Ostseite erst drei Expeditionen gesehen: Die beiden des Deutschen Paul Bauer in den Jahren 1929 und 1931, und die kleine britische Expedition unter C. R. Cooke mit H. C. J. Hunt und seiner Frau im Jahre 1937. Alle drei Versuche waren gescheitert.

Zwölf Besteigungen von zwei Seiten hat es bisher gegeben (siehe Chronik auf den Innenseiten). Nun versuchen eine bayerische und eine österreichische Expedition, von der laufenden Nummer .13.  ab in die Gipfel-Chronik eingetragen zu werden.

Die »Bayerische Kangchen­dzönga-Expedition« fuhrt der Leiter des Deutschen Entwicklungsdienstes in Nepal, Dr. Hermann Warth. Teilnehmer sind seine Frau Dietlin­de sowie Walter Schmid, Franz Leutgäb, Alois Färber und Georg Heß, als Expeditionsarzt Dr. Klaus Wiener sowie die Sherpas Ang Chappal, Nawang Tensing und Nima Tensing.

»Unsere Expedition«, schreibt Warth, »möchte den Hauptgipfel über seine Nordflanke auf einer neuen Route erreichen, die zwi­schen dem Nordgrat (Briten 1979) und dem Japaner-Anstieg (1980) verlaufen soll. « Und weiter: »Die Stärke der

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