Die Lhotse Südwand 1981

No Comments
 
 

Nur eine einzige Seilschaft war noch fähig, einen weiteren Gipfelversuch zu starten, Francek Knez und Vanja Matijevec. Wegen des anhaltend schlechten Wetters entschlossen sie sich, ganz links über Schneeflanken den Gipfelgrat zu errei­chen, um zumindest die Wand durchstie­gen zu haben. Am 18. Mai brachen die beiden bereits um 5 Uhr morgens von Lager VI auf. Um 10 Uhr war die Wand oberhalb 7000 Meter wieder in Wolken. Der Schneefall nahm gegen Mittag stark zu, so daß die Seilschaft schon absteigen wollte. Nach einer kurzen Wetteraufhel­lung wurde der Aufstieg dennoch fortge­setzt. Die steile Westseite des Wandtrich­ters war von windgeformten Schneerippen überzogen. Zwei dieser Rippen brachen ab, was jeweils einen 15-Meter-Sturz zur Folge hatte, jedoch ohne schlimme Folgen. Die immer kritischer werdende Schneelage Lhotse Südwand 1981 02zwang die beiden Kletterer in die Felsen neben der Firnflanke. Gegen 18 Uhr abends war schließlich der Grat erreicht. Wegen der übergroßen Lawinengefahr wollten Knez und Matijevec jenseitig ins Western Cwm absteigen. Endlich ließen sie diesen Gedanken fallen und begannen über die Aufstiegsroute mit dem Abstieg ins Lager IV. Die ganze Nacht warteten wir im Basislager, bis endlich gegen 5.30 Uhr per Funk die Nachricht kam: «Wir haben Lager IV erreicht!«

Bereits am folgenden Tag war der Berg geräumt und alle Träger im Basislager. Die 64 Tage in der Südwand des Lhotse haben all unsere Kräfte verbraucht.

  • lhotse südwand messner

  • Südwand des Lhotse
  • lhotse südwand
  • Südwand Lhotse
  • lothse südwand duchsteigung
  • südwand lhotse
  • Vanja Matijevec
  • lhotse suedwand
  • Lhotse-Südwand
  • russen lhotse suedwand
  • vanja matijevec, Pavel Podgornik

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments