14 Tage in der Silvretta – Skidurchquerung

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Eine Skidurchquerung der Silvretta gehört zu den ganz großen Unternehmungen in den Ostalpen. Auf der über 100 Kilometer langen Route stehen 16 Gipfel und rund 17 000 Abfahrtsmeter auf dem Programm. Mühsame Marschtage wechseln ab mit erholsamen Lieftanstiegen.

Der Auftakt ist gerade richtig zum Eingewöhnen. Von Serfaus aus durchqueren wir den größten Teil der Samnaungruppe mit Liftunterstüt­zung. Teils auf Pisten, zum Teil in herrli­chen Tiefschneehängen überschreiten wir acht Scharten und Joche. Mit der letzten Abfahrt ins lifterschlossene Ski­gebiet Compatsch — Samnaun haben wir schon den größten Teil der sanften Joch­übergänge, rundlichen Hänge und all die behäbigen, mächtigen Gneis- und Schieferberge mit ihren weißen Schnee­arenen hinter uns.

Beim Übergang in die östliche Silvretta erwarten uns dann weite, flache Talbö­den, die von markanten Dreitausendern umrahmt werden. Im Herzen der Silvret­ta betreten wir dann das Reich der Gletscher. Bis über dreitausend Meter steigen wir auf und sind doch noch überragt von dunklen, bizarr geformten Gletscherbergen tirol foto.

14 Tage in der Silvretta 00Hier sind die klassischen und bekannten Skitouren und Überschreitungen, die der Silvretta zu ihrer Beliebtheit und Be­kanntheit verholfen haben. Hier finden wir die meisten Routen schon gespurt vor, und es kann leicht sein, daß wir nicht nur auf den großen und komfor­tablen Hütten Gesellschaft finden, son­dern auch tagsüber während der Tour Gleichgesinnte treffen. Die Ausstattung der Hatten ist manchmal schon fast luxuriös — doch wer schätzt nicht die wohltuende Wirkung einer warmen Du­sche nach schweißtreibenden Tagen? Auch das Angebot auf den Speisekarten kann sich sehen lassen. Dies hat auch noch die angenehme Nebenwirkung, daß wir nicht wie sonst bei einer zweiwö­chigen Skitour mit einem riesengroßen und entsprechend schweren Rucksack die Freude an Aufstieg und Abfahrt verlieren.

Für gute Bergsteiger winken als zusätzli­cher Lohn schwierige Gipfel. So können die Schnapfenspitze oder auch der durch seine Gletscherspalten nicht ungefährli­che Augstenberg bestiegen werden. Diese Gipfelmöglichkeiten erfordern nicht nur jeweils einen zusätzlichen Tag, son­dern auch die entsprechende Kondition. Der wohl bekannteste Berg der Silvretta­gruppe, der Piz Buin, bietet nicht nur eine unvergleichliche Gipfelrundsicht, sondern auch Kletterstellen im Aufstieg, die manchmal Steigeisen ratsam erschei­nen lassen.

Von der zentralen Silvretta wechseln wir schließlich hinüber in den „Wilden We­sten“ der Gruppe. Eindrucksvolle Steil­hangabfahrten zwischen wildgezackten Felsgraten und abenteuerlich wirkenden Gletscherbrüchen stellen erhöhte Anfor­derungen an unser Fahrkönnen und un­sere Orientierungsfähigkeiten. Belohnt werden wir für unseren Einsatz mit einer Bergeinsamkeit und Abgeschiedenheit, die man in den Ostalpen wirklich nur noch selten findet. Wer aber geglaubt hat, daß nun keine Steigerung mehr möglich wäre, wird noch einmal ange­nehm überrascht: Nach einem weiteren Abstecher in die Annehmlichkeiten 14 Tage in der Silvretta 01Schweizer Gastlichkeit in der Skistation Klosters und dem sonnigen Bergdorf St. Antönien tauchen über den verschneiten Baumwipfeln die hellen Kalkwände des Südosträtikon auf. Wo zwischen den Türmen von Sulzfluh und Drusenfluh im Sommer ein Eldorado für Kletterer ist, herrschen nun tiefverschneite Stille und Einsamkeit hanfsamen kaufen tirol. Und nicht nur die Ein­samkeit unter den langgestreckten Fels­mauern ist beeindruckend, sondern auch die Steilheit des schrofigen Gelän­des. Hier sind wir ganz auf uns allein ge­stellt. Kein Hüttenwirt ist da, den wir wegen des Wetters oder der Lawinenge­fahr fragen könnten.

Bei guten Verhältnissen können auch die Gipfel von Sulzfluh und Großem Turm als zusätzliche Tagesetappen und Lek­kerbissen eingeschoben werden. Die Gipfel erfordern teilweise schwierige Kletterei, die Lawinengefahr in den Steilhängen darf nicht unterschätzt wer­den. In der Schesaplanahütte übernach­tet man in einem unbewirtschafteten Winterraum. Doch gerade das macht für den erfahrenen Tourengeher den Reiz der Wildnis in diesem verlorenen Win­kel besonders groß: Eine jungfräuliche Spur in einen dieser Steilhänge zu ziehen in einer derart malerischen Felsszenerie und Abgeschiedenheit ist ein besonderer Genuß, den andere Tourenziele kaum noch bieten.

Am Zielort — gleich, ob wir nun in Oster­reich oder Liechtenstein landen — liegen dann an die zwei Wochen hinter uns, die wir wie Nomaden auf Tourenskiern ver­bracht haben. Auch wenn das Wetter nicht durchgehend mitgespielt hat: Wer müde und Digitaldruck Tirol

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