Von Ischgl nach Gaschurn – Von Hütte Zu Hütte Skidurchquerung

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Die Silvretta, im Sommer und Herbst ein ideales Bergwandergebiet, zeigt sich besonders im Frühjahr, abseits vom Pistenrummel. dem Hochtourenfahrer von ihrer besten Seite; so z. B. in Form einer reizvollen, mindestens sechs Tage dauernden Von-Hütte-Zu-Hütte-Skidurchquerung.

Fast alle Gebirgsgruppen der Alpen ge­statten mehr oder weniger lange und schwierige Skidurchquerungen, deren bekannteste und begehrteste die Haute Route von Argentière nach Saas Fee sein dürfte. Sowohl Länge als auch Schwierigkeitsgrad einer solchen Durch­querung lassen sich oft den persönli­chen Bedürfnissen anpassen, sei es nun, daß man durch Schleifen, Über­treten in benachbarte Gebiete oder Weglassen gewisser Teilstücke die Länge variiert oder das Gelände ent­sprechend den gewünschten skitechni­schen Ansprüchen auswählt.

Piz Buin 3312m 01Durchquerungen lassen sich in mannig­facher Weise ausführen: etwa in Form langer Eilmärsche ohne jeden Gipfel, als vorgeplante, wohldurchdachte Kom­bination von Gipfelbesteigungen und Hüttenübergängen, oder sie ergeben sich mehr zufällig aus einer Aneinan­derreihung der Tourengebiete benach­barter Hütten. Die letzten beiden Va­rianten unterscheiden sich grob gesagt eigentlich nur in ihrem „psychischen Hintergrund“, denn derjenige, der von Anfang an eine Durchquerung fest ein­geplant und als sein eigentliches Ziel bestimmt hat, wird immer wieder den nagenden Zweifel spüren, ob ihm der eine oder andere Schönwettertag, den er für eine Tagestour im Gebiet dersel­ben Hütte verwendet, am Schluß nicht zur restlosen Durchquerung fehlen könnte.

Eine derartige Groß-Tour, bei der man fast jede Nacht auf einer anderen Hütte verbringt, erfordert eine gut durch­dachte Ausrüstung. Jede Kleinigkeit, die man einpackt, muß nämlich beinahe tagtäglich mit herumgetragen werden, so daß nur das Nötige mitgenommen werden sollte. Neben den unabdingba­ren Ausrüstungsgegenständen wie Tou-renski, Reparaturzeug usw., die bei al­len diesen Unternehmungen dabei sein müssen, gibt es noch eine Reihe von Dingen, die je nach Gebiet mitzuführen sind oder im Tal gelassen werden kön­nen. Die Silvrettagruppe besitzt in ihrem zentralen Teil ausgedehnte Glet­scher, die nicht sonderlich steil sind und nur stellenweise im Winter hinder­liche Spalten aufweisen. Daher kommt es häufig vor, daß man während der gesamten Durchfahrung weder Steig­eisen, noch Pickel oder Seil benützt, folglich also zumindest nicht jeder Teil­nehmer einer Gruppe auch bei ungün­stigen Verhältnissen Pickel und Steig­eisen einzupacken braucht. Ein Seil mit entsprechendem Zubehör solltHohes Rad, Großer Piz Buin, Kleiner Piz Buin, Silvrettahorn, Schattenspitze, Klostertaler Egghorne jedoch dabei sein. Da während der Haupttou­renzeit in der Silvretta (etwa März bis kurz nach Ostern) alle im folgenden als Übernachtungsort vorgeschlagenen Hüt­ten bis auf die Tübinger Hütte be­wirtschaftet sind, erübrigt sich in diesen Tagen das Mitschleppen größerer Ver­pflegungsmengen; ein Schlafsack aber leistet dann wegen der Überfüllung der Hütten oftmals gute Dienste.

Für die Tübinger Hütte wird ein AV-Schlüssel benötigt. Als vorteilhaft er­weist sich auch ein kleines Transistor-Radio zum Abhören des Wetterberich­tes (Schweizer Radio: täglich kurz nach 7.00, 12.30 und 18.45 Uhr jeweils aus­führlich). Ein gültiger Personalausweis darf nicht fehlen (Grenzübertritte, u. U. Notabstieg nach Süden).

Alle hier beschriebenen Wege sind bis auf jene im Bereich der Tübinger Hütte häufig begangen und daher in der Re­gel gespurt. Rund um die Idalpe, zwischen Ischgl und der Heidelberger Hütte auf der Samnaunseite, findet sich ein ausgedehnter Liftzirkus (der nach Sü­den noch erweitert werden soll), der den Standardzustieg zur Heidelberger Hütte beeinträchtigt. Seit kurzem ist auch eine „Verdrahtung“ des Jamtal­ferners im Gespräch, die der Schönheit unserer Durchquerung erheblichen Ab­bruch tun würde. Der Liftzirkus „Sil­vretta Nova“ stört uns dagegen bei nachfolgend beschriebener Routenwahl nicht.

Nacheinander wird auf der Heidelber­ger Hütte, Jamtalhütte, Wiesbadener, Saarbrücker und Tübinger Hütte über­nachtet, von denen man bis auf letztere verhältnismäßig unproblematisch das Tal erreichen kann. Teilweise besteht eine regelmäßige Schneewieselverbin­dung zwischen Hütte und Tal, so daß in deren Folge auf der jeweiligen Hütte ein sehr zahlreiches und hinsichtlich der Ambitionen recht breitgefächertes Publikum anzutreffen ist.

Als beste Zeit sind März und April (An­fang Mai) anzusehen, im ganzen soll­ten mindestens sechs Tage verfügbar sein, wobei dieser Zeitraum gerade für eine Durchquerung ohne Extras (ledig­lich mit einigen am Wege liegenden Gipfeln) bei dauernd

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