Yazghil Dome (7440 Meter) Disteghil Sar East (7700 Meter)

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Eine nur fünf Mann starke polni­sche Gruppe des »Speleoklub Morski» erhielt nach langen Bemü­hungen für 1980 die Genehmi­gung, den noch unbetretenen Disteghil Sar East (etwa 7700 Meter) im Hispar Mustagh Kara­korum anzugehen. Der Beginn war von mehreren Problemen beglei­tet. Auf dem Luftweg ging das Gepäck für zwei Wochen verloren; im letzten Talort stellte sich heraus, daß die Trägerpreise im Vergleich zum Vorjahr fast um das Dreifache gestiegen waren (12 US-Dollar pro Tag). So konnte sich die Expedition nur sechs Träger leisten, mußte das Gepäck drastisch reduzieren und den Operationsplan auf Alpen­stil umzustellen. Nach sieben Ta­gen Anmarsch traten die Träger zurück und die Bergsteiger mußten das Gepäck vier Tage allein weiter-transportieren. Am 14. Juli wurde das Basislager im oberen Teil des Khiang-Gletschers auf 4350 Meter errichtet, ein weiteres Depotlager wurde auf 5100 Meter errichtet. Am 21. Juli begann der Gipfelangriff, es wurde nach vier Tagesetappen auf 5800. 6200, 6500 und 6900 Meter Höhe biwakiert. Am 25. Juli wurde der jungfräuliche Yazghil Dome aber seine Südwestflanke ange­griffen, Tiefschnee und miserables Wetter boten fast unüberwindliche Schwierigkeiten, auf dem Gipfel klarte sich der Himmel für kurze Zeit, es konnten einige wichtige topographische Beobachtungen gemacht werden: es gibt nämlich in diesem Gebiet einen Gipfel weni­ger, als die Karten angeben.

Am nächsten Tag wurde der form­schöne östliche Nachbargipfel des Disteghil Sar angegangen. Die 600 Meter hohe Gipfelwand, dem un­teren Teil der Matterhorn-Nord­wand ähnlich, wurde direkt durch­stiegen, um 18.30 Uhr abends konnten die beiden Seilschaften den ebenfalls jungfräulichen Gipfel des Disteghil Sar East (7700 Meter) betreten, der Abstieg erfolg­te bei Mondlicht. Am 29. Juli verließ die Expedition ihr Basislager Rich­tung Heimat.

Die beiden Gipfel wurden in einer zweiwöchigen Aktion ohne Hoch­träger, ohne feste Hochlager und ohne eigentliche Akklimatisation bestiegen — eine beachtliche Lei­stung. Die Namen der Teilnehmer: Andrzej Bielun, Jacek Gronczew­ski (Arzt), Ryszard Kowalewski (Leiter), Tadeusz Piotrowski und Jerzy Tillak. Es sei daran erinnert, daß das gleiche Team mit zwei Frauen und einem Pakistani im Jahr zuvor (1979) den Rakaposhi auf neuer Route bestiegen hatte.

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