Devils Tower – Teufelsturm

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merkwür­dige Berg, irgendwo auf der anderen Seite des Ozeans. Es wurde ein Traum, irgendwann einmal durch einen seiner vielen Risse hinaufzuklettern. Viele Jahre vergingen und viele Wünsche kamen dazu, doch einer blieb. Darum sind wir hier.

Wir kommen von Osten, und die Straßenkarte verspricht, daß wir ihn bald sehen müßten — unseren Traum­berg. Es ist immer dasselbe mit etwas Neuem, mit dem völlig Unbekannten; es liegt wieder einmal ein Stück Span­nung im Magen.

Da ist er. Bestimmt noch 50 Kilometer entfernt und doch schon beherrschend — die Landschaft und unser Auge. Mitten in der Prärie steht er da, als einzige Erhebung weit und breit. Man kann es wirklich nicht gleich glauben, daß das Natur ist, daß kein Walt Disney seine Hände im Spiel hatte. Ich kann die Touristin gut verstehen, die einmal einen Park Ranger nach dem Architekten fragte. Wir sind uns einig: Noch nie haben wir einen Berg mit einer solch eigenartigen Form gesehen.
Zum Klettern ist es heute schon zu spät, darum bleiben wir vor den Toren zum Park in dem kleinen Fünf-Häuser-Dörfchen Devil’s Tower über Nacht. Gleich neben der Straße haben wir echte Wyoming-Western-Szenerie: Cowboys trainieren in einer Koppel für einen Lasso-Wettbewerb. Unglaublich, wie sie mit ihren Pferden und dem Stück Seil umgehen können. Auf der anderen Seite stand früher das Telegrafenamt, jetzt beherbergt das Haus einen kleinen Laden, der zugleich die Poststation ist. Wir kaufen hier unseren Proviant und den Kletterführer für den Tower, unsere heutige Abendlektüre.
Der nächste Tag bringt uns schön-stes Wetter bei wolkenlosem Himmel.
Doch der Ranger, in dessen Kletterer-Meldeliste wir uns pflichtbewußt eintragen, verrät: »Du wirst keinen erfahrenen Wyoming-Kletterer treffen, der sich im Sommer über wolkenloses Wetter freut. Denn die Südwand wird dann manchmal so heiß, daß du nicht einmal mehr den Fels berühren kannst.. Das klingt schon ziemlich verrückt in den Ohren von jemand, der aus den Alpen kommt. Aber Routennamen wie »Sun Dance« oder »Sun Fighter« lassen ahnen, was dahinter steckt. Zum Glück ist es noch früh, und wir hoffen, daß wir bis zur Mittagshitze wieder in Sicherheit sind.
Bald stehen wir am Einstieg zur klassischen Wiesner-Route, und mittler-weile ist es doch ganz schön heiß geworden. Das fünf Seillängen dauernde Spreiz- und Klemmfestival jedoch läßt uns die Hitze fast vergessen.
Wir fühlten uns wie in der Sauna
Diese fünf Seillängen waren zwar herrlich, aber auch ebenso nervtötend. Wir wußten zwar: Am Devil’s Tower soll es Klapperschlangen geben; daß es dort aber auch Insekten gibt, die das Klap-pern der Schlangen zum Selbstschutz imitieren, wußten wir noch nicht. Und es klapperte fast hinter jeder Ecke. Dieses Ratespiel »Wer klappert diesmal?« machte uns ganz schön zu schaffen.
Als wir die mit Kakteen bewach-sene Hochfläche des Tower (man glaubt gar nicht, auf einem Berggipfel zu stehen) wieder verlassen, können wir die Hitze bald nicht mehr so leicht ignorieren. Dabei dauerte der Abstieg länger als geplant. Wir hatten nur ein Seil dabei (Motto: Es wird schon irgendwie gehen), und es ging nicht. Statt abzuseilen müssen wir abklettem. und wir fühlen uns dabei wie in der Sauna. So wird die Wasserleitung am Parkplatz unser neues Ziel.

So wurden die drei Wände erkundet

Am 28. J uni 1937 erschien der Deutschamerikaner Fritz Wiesner am Devil’s Tower. Mit nur einem Haken zur Sicherung gelang ihm mit William House und Laurence Coveney die erste bergsteigerische Begehung.

Ein Jahr später gingen Jack Durrance und Harrison Butterworth eine neue Route, die zur leichtesten und daher auch meistbegangenen am Berg werden sollte: die klassische »Durrance-Route« (amerikanischer Schwierigkeits­grad 5.6, entspricht dem alpinen Grad V).

Die nächsten Besteiger kamen erst 1941 — eine Rettungsmannschaft, die von Jack Durrance auf den Gipfel geführt wurde, um dort den Weltmeister im Fallschirmspringen, George Hopkins, zu bergen. Er war auf den Gipfel gesprungen, ohne sich Gedanken zu machen, wie er da wieder herunter käme. Sechs Tage und Nächte mußte er hungernd und frierend auf seine Retter warten.

1948 kletterte die erste Frau auf den Gipfel: Jan Cam. Drei Jahre später kam sie mit ihrer Freundin Jan Shavacre wieder, und beide kletterten als erste Damenseilschaft auf den Turm.

1951 entstand auch die dritte Führe (neben der Wiesner- und Durrance-Route), als Anton Soler die erste direkte Route in der Ostwand eröffnete: Diese Route wurde 1959 von Layton Kor und Raymont Jacquot zum erstenmal frei begangen.

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