lohnende Skitouren im Tennengebirge

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Werfenweng. Wenn Sie nach Imlau abgefahren sind, liegt eine der längsten und schönsten Abfahrten in den Nördlichen Kalkalpen hinter Ihnen.
Höhendifferenz: Abfahrt nach Imlau 2400 m

Das Bild der Landschaft

Wer bei der Anreise die Steilabstürze des Tennengebirges, zum Beispiel am Paß Lueg, sieht oder die schroffen Mandlwände vor sich hat, wird hier kaum ein ideales Skitourengebiet vermuten. Aber der Schein trügt. Im Gegensatz zu den abweisend wirkenden Gebirgsrändern liegen im Inneren in Höhen über 2000 Metern ausgedehnte Hochflächen mit relativ sanften Kuppen und Mulden, die allerdings durch tektonische Brüche stark gegliedert und verstellt sind.
Lassen Sie Ihre Phantasie ein bißchen spielen, und versetzen Sie sich weit in die Erdgeschichte zurück: Im Erdmittelalter lebten in flachen Bereichen des Urmeeres Myriaden Schwämme und Korallen, ließen Riffe entstehen, türmten Hunderte Meter dicke Kalcschichten auf. An der Wende zur Erdneuzeit wurden diese gewaltigen Massen durch Bewegungen der Kontinentalschollen über viele Kilometer verschoben. Dabei kam es zu intensiven Faltungen, Verwerfungen und Aufschiebungen. Noch war längst kein Gebirge im herkömmlichen Sinn entstanden.
Zunächst lagen die jungen Landmassen in einem tropischen Klima. Über etwa 25 Millionen Jahre wurde der typische Kuppenkarst in großen Flächen ausgebildet. Erst ein neuerliches tektonisches Großereignis hob in Jahrmillionen die Karstflächen in luftige Höhen empor. Flüsse, wie die Salzach, begannen Täler einzuschneiden, und es kam zu gewaltigen Klimaveränderungen, die schließlich in den Eiszeiten ihre Höhepunkte fanden. Viele Kare wurden von den Eismassen ausgeschliffen und mit Schutt gefüllt. Bis heute »feilen« Erosion und Verkarstung am Bild der Landschaft.
Dieses Bild wäre jedoch un vollständig, würde die Arbeit der Menschen nicht berüccsichtigt. Besonders im südlichen Bereich des beschriebenen Tourengebietes, in den Werfener Schiefern, haben die sanften Bergformen die Anlage von Almen begünstigt. Jahrhundertealte bäuerliche Kultur hat das Bild gerade dieser Landschaft entscheidend geprägt. Nahe der Hackel-Hütte befindet sich die alpine Forschungsstation Sameralm. Hier untersuchen Geographen der Universität Salzburg die Zusammenhänge des Structurwandels und des Landschaftshaushaltes in Almgebieten.

Das Wichtigste auf einen Blick
Stützpunkte: Als Stützpunkte für die Nordabfahrten am Tennengebirge bieten sich Golling, Scheffau a. d. Lammer, Oberscheffau und Abtenau, für die Südabfahrten am Tennengebirge Lungötz, Werfenweng und Werfen an. Die Rundtour beginnt und endet in Werfenweng.
Anreise (Rundtour): Mit dem Auto über Salzburg, Hallein und Golling; Zugverbindung bis Werfen (Eilzugstation) oder Pfarrwerfen, anschließend Bus oder Taxi.
Beste Zeit: Mitte April bis Mitte Mai
Ausrüstung: Skitourenausrüstung, Steigfelle, Harscheisen, Biwaksack und Notverpflegung (für alle Fälle).
Karten: Leider sind die Österreichkarten für diese Tour sehr ungünstig geschnitten. Sie brauchen fünf Blätter: OK 125 Bischofshofen, OK 124 Saalfelden, OK 94 Hallein, OK 126 Radstadt und OK 95 St. Wolfgang, jeweils 1:50000. Vom Alpenverein gibt es die hervorragenden Karten: Blatt 14b Gosaukamm, Blatt 10/2 Hochkönig-Hagengebirge, beide Blätter 1:25000.
Anforderungen: Einfache bis anspruchsvolle Skitouren für jede Altersklasse. Ausreichende Kondition ist allerdings Voraussetzung, ebenso alpine Erfahrung. Wenn diese fehlt, sollten die Touren mit einem Führer unternommen werden. Es ist selbstverständlich, daß auf Lawinen und Schneebretter sorgfältig geachtet werden muß. Bei Schlechtwetter (Nebel, Schneefall) ist eine Orientierung in den Plateaulandschaften von Tennengebirge und Hochkönig äußerst schwierig bis unmöglich. Dazu kommt, daß hier zahlreiche verschneite Dolinen eine tödliche Absturzgefahr darstellen.— Bei einiger Vorsicht werden Einzeltouren ebenso wie die Rundtour ein bleibendes, schönes Erlebnis sein.
Höhlen: Wer Lust dazu hat, kann hier eine ganz besonders schöne Höhlentour unternehmen. Führungen durch die Eiskogelhöhle vermittelt der Hüttenwirt der Hackel-Hütte gegen Voranmeldung. Sie können eventuell auch die »Eisriesenwelt« besuchen.

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