Der Zirbitzkogel 2396 m – Skitour

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Der Zirbitzkogel ist ein echter Skiberg, diese Definition wird durch seine einmalige Formation, durch seinen Schneereidnum und sein lawinensicheres Gelände begründet. Im Sommer ein fader Wandermugel, für den der zünftige Bergsteiger nur ein überlegenes Lächeln übrig hat, wird er im Winter zum Wonneberg aller Schneebesessenen. Der „Zirbitz“, wie er zärtlich im Kreise der Kenner und Vertrauten heißt, hat viele Freunde und Anhänger, die seine herrlichen Hänge zu schätzen wissen. Als höchster Gipfel der Seetaler Alpen steht er groß und breit mitten im Murtal, und seine schneeigen Flanken leuchten bis lang ins Frühjahr hinein und künden vom Skifahrerglück in den Bergen. Es gibt viele Wege zu ihm, der lohnendste, der am wenigsten bekannte, aber auch der schönste ist unbestreitbar über den Linderalmweg von St. Wolfgang aus. Berühmt sind seine weiten Kare und die ausgedehnten Almböden mit den herrlichen Lärchenbeständen, die Schußmulden und die rauhreifgeschmückten Höhenrücken. Die Monate Februar und März sind sehr günstig für seine Besteigung, weil man meist bis zu seinem Fuß mit dem Wagen fahren kann. Die kleine Ortschaft St. Wolfgang hat gutbürgerliche Gasthöfe, doch man kann auch dort privat nächtigen. Bei Zeltweg verläßt man die Bundesstraße 17 und fährt die Straße 78 bis Obdach (872 m, 18 km von Zeltweg) und nach weiteren 11 km bis St. Wolfgang.

Einige hundert Meter vom Ort, die Straße bis zur ersten Kehre zurückgehend, wandert man von dort (rote Markierung) an dem Bauernhof Saghube vorbei über Blößen und Lichtungen, zuletzt über eine breit ausgehauene Schneise, in etwa einer Stunde zur Sabathyhütte (1 616 m, Privathütte, ganzjährig bewirtschaftet, auch Nächtigungsmöglichkeit). Etwas unterhalb befindet sich die Zirbenwaldhütte (1 610 m, AV-Hütte der Sektion Fohnsdorf, Hüttendienst am Wochenende). Dort gibt es ach einen kleinen Schlepplift für die Bequemen. Wir jedoch wenden uns nach Südwesten, in mäßiger Steigung geht es oberhalb des Leyrergrabens zur Linderalm. Über weite, stets abgesetzte Hochkare, zuletzt über eine Steilmulde zum Gipfelkreuz des Zirbitzkogels (2 396 m). Bei wenig Schnee kann man auch den felsdurchsetzten Nordkamm als Aufstieg benützen. Einige Meter unterhalb des Gipfels befindet sich das Zirbitzkogelhaus (2 376 m). Es ist Eigentum des Österreichischen Touristenklubs Wien, an Sonntagen ist der Hüttenwirt fallweise anwesend, und man kann auch Tee oder Suppe bekommen. Aufstiegszeit von St. Wolfgang bis 4 Stunden.

Die Abfahrt über die Sabathyhütte nach St. Wolfgang ist allen anderen vorzuziehen, die weiten, hindernislosen Hänge gestatten ein zügiges Tempo. Achtung bei Nebel auf die richtige Einfahrt! Die Markierung ist sehr dürftig, eine bessere Wegbezeichnung wäre notwendig. In die Steilmulde wird im Sinne der Abfahrt rechts des Felskammes nach Nordosten eingefahren, ein großer, breiter Holzpfeil unterhalb des Hauptkammes gibt die Richtung an. Ist man einmal in der steil abfallenden Schneewanne, gibt es kein Verirren, kein Entrinnen mehr, die Weite des Raumes nimmt uns gefangen, Steilmulden mit herrlichen Ausläufen verleiten zu gewagten Schüssen, die Fallinie ist Trumpf. Bei schönem Wetter verweilen wir gerne bei der verlassenen Linderalm oder gehen auf eine kurze Stärkung in die Sabathyhütte. Die Trasse unterhalb der Hütte ist nur mehr Genuß, ein Schwelgen im Rausch der Schnelligkeit. Die Piste ist schnell, sehr schnell, viel zu schnell.

Für Gipfelsammler und Konditionsschinder gibt es noch die Kammwanderung vom Zirbitzkogel bis zur Wenzel-Alpe (2 146 m), hügelauf und hügelab mit annähernd 10 Gipfel, Abfahrt durch das herrliche Seetal zur verfallenen Seetalhütte und von dem Wirtshaus Schmelz zurück zur Sabathyhütte.

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