In der winterlichen Marmolata Südwestwand – Hermann Buhl

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Die Berge liegen im tiefen Neuschneekleid, doch ein stahlblauer Himmel breitet sich über ihnen aus. Zu viert flitzen wir im Pkw eines Klubkameraden die Brennerstraße aufwärts. Unsere Begleiter sind die Klubkameraden Theo Plattner und Rudl Seiwald. Vom winterlichen Brenner geht es hinunter in das grüne, sonnige Etschtal. In Bozen wird Rast ge­macht. Bei einem Bekannten erkundigen wir uns vorsichtig über die Verhältnisse an der Marmolata, doch dieser rät uns ab. Es sei jetzt zu lawinengefährlich, und wir sollten es bleibenlassen. Von unserem wirk­lichen Vorhaben erwähnten wir natürlich nichts. Eine wunderbare Autofahrt durchs Fleimstal nach Predazzo führte uns wieder hinein in den Winter. Rechts und links der Straße meterhohe Schnee­wände, die einem die ganze Aussicht verwehren. Nach einer Reifenpanne erreichen wir um vier Uhr nachmittags Canazei, den Ausgangspunkt zum Contrinhaus. Wir erkundigen uns nach dem Wirt und werden ins Hotel Maria gewiesen. Herr Dezu­lian nimmt uns sehr gastfreundlich auf. Auch er war einmal Bergsteiger und hat darum Verständnis. Wie wir unsere Bitte um den Schlüssel des Contrinhauses vorbringen, war er anfangs nicht sehr begeistert. Die Hütte gehört einer Mailänder Sektion des CAI, er habe nicht die Erlaubnis, den Schlüssel auszuhän­digen. Nach einigen undurchführbaren Vorschlägen fand sich ein Ausweg: ein Bergführer ging mit, um uns die Hütte zu übergeben. Nach herzlichen Glück­wünschen verlassen wir das gastliche Haus.

Unser erster Durchsteigungsversuch scheiterte im Schneesturm. Aber bald waren wir wieder da. Vierzehn Tage später, am 19. März, um drei Uhr: Der Himmel ist überzogen, trotzdem rüsten Kuno Rainer und ich für die große Fahrt. Diesmal haben wir die Ausrüstung auf ein Minimum gebracht, um ein rascheres Fortkommen zu ermöglichen. Nur ein Rucksack geht mit, weniger Schlosserei, ein Biwak-sack, keine Reservekleidung und nur für zwei Tage Proviant. Wir müssen also in zwei Tagen durch­kommen oder wieder umdrehen. Um sechs Uhr, am Einstieg, ist der Himmel drohend schwarz. Civetta und Pala sind ganz verschleiert. Blutrot geht die Sonne auf. Schwer lastet dies alles auf unseren Ge­mütern. Dabei streicht ein eisiger Westwind herüber und läßt den bisher kältesten Tag noch kälter er­scheinen. Schneller als das letztemal kommen wir weiter und erreichen um die Mittagszeit die zweite Terrasse. Trotz dem gleichbleibenden Wetter spricht

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