Eine Besteigung der Rotbühelspitze – Einsamer Skiberg über Gargellen

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Ober­stafelalpe (1 836 m) vorbei und durch den schmalen Einschnitt des Wintertales, wo gewaltige Steilflan­ken fast spitzwinklig aufeinandertreffen. Im Früh­jahr sprechen hier große Lawinenreste eine beredte Sprache. Wenn man jedoch früh dran ist, kann nicht viel passieren. Auch kommt man auf nachthartem Schnee erfahrungsgemäß gut voran. Jedenfalls hatte ich diese mustergültige Mausefalle bald durchschrit­ten und war längst außerhalb der Gefahrenzone, als in den sonnenbeschienenen Steilhängen der Madrisa die ersten Schneebretter herabrauschten.

Am Ende des Wintertales streben die Hänge des Augstenberges empor — baumfrei, hindernislos, un­berührt, Pisten gibt es hier nicht. Diesen Augsten­berg bitte nicht verwechseln mit dem gleichnamigen Berg in der Ostsilvretta. Dieser hier hat mit einem Berg nicht viel zu tun. Er besteht mehr oder weni­ger aus einer stufenförmigen Hochfläche, die der Rotbühlspitze vorgelagert ist. Am Rand dieses Pla­teaus steht eine kleine Zollwachhütte (2 233 m), von der damals nur mehr das Dach aus dem Schnee her­vorlugte. Die Rotbühlspitze bietet von hier einen herrlichen Anblick. Aber warum sie zum Rätikon gehören soll, ist mir schleierhaft. Sie hat wirklich nichts Gemeinsames mit ihren Artgenossen, mit der Sulzfluh, mit dem Großen Turm oder mit der Sche­saplana. Dunkler Gneis kontrastiert mit schatten­losem grellem Schnee.

Ich spurte über die welligen Terrassen des Augsten­berges. Nirgends eine Andeutung zu entdecken, daß sich einmal ein Mensch durch diese weiße Ode ge­plagt hätte. Windstille, absolute Einsamkeit — eine erbarmungslose Sonne, die unaufhörlich hernieder­brannte und mir den Schweiß aus allen Poren trieb. Der weitere Anstieg kann bei schlechtem Wetter problematisch werden, vor allem dann, wenn man noch nie in dieser Gegend war. Man geht nämlich nicht direkt auf die Rotbühlspitze zu, sondern strebt mehr in südöstlicher Richtung einem gekrümmten und ausgeprägten Felsrücken entgegen. Theoretisch könnte man auch direkt ansteigen, insbesondere dann, wenn man glaubt, darin eine alpine Leistung zu erblicken. Aber an jenem windstillen Föhntag damals hätte ich mir wahrscheinlich die Lunge aus dem Leib gejapst und den letzten Tropfen Flüssig­keit vergeudet, und wer weiß, ob mir in diesem stei­len, unberechenbaren Gelände nicht ein Schneebrett den definitiven Garaus gemacht hätte.

Ich überwand einen vereisten Steilhang im Schräg­licht, gewann die Höhe eines abgelegenen Hochtales, das im Süden vom Hochtristelkopf (2 662 m) be­grenzt wird, und schleppte mich durch raschelnden Firn hinauf in einen namenlosen Sattel. Nun stand die Rotbühlspitze vor mir, fast zum Greifen nahe. Nur noch eine Querung unter nässetriefenden Gneisplatten, ein kurzer Steilhang. Dann war ich auf der Schneekuppe der

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