Eine Besteigung der Rotbühelspitze – Einsamer Skiberg über Gargellen

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Aufstieg um eine knappe Stunde abkürzen kann. Wenn wir nicht im Ort übernachten, kann man — sofern es die Schnee­lage zuläßt — noch etwas weiterfahren und kurz vor dem Hotel Vergalden (1 600 m) den Wagen abstellen. Von hier können wir die kleine unbewirtschaf­tete Madrisahütte der AVS Karlsruhe auf markier­tem Weg in einer halben Stunde erreichen (meist ausgefahrene Piste, die vom Schafbergplateau her­unterkommt). Den Schlüssel erhält man bei der Zollwache in Gargellen …

Ich hatte damals noch nicht gewußt, daß ich so plötzlich Hals über Kopf die Rotbühlspitze bestei­gen würde. Ich hatte damals weder eine Ahnung von ihrer Existenz, noch hatte ich die Absicht, eine Bergfahrt zu machen. Ich nahm nur in alter Ge­wohnheit meine komplette Skiausrüstung mit auf Dienstreise. Aber in jenen späten Märztagen, da­mals, als hartnäckiger Föhn den Schnee bis in mitt­lere Lagen gierig auffraß, verschwendete ich keinen Gedanken an eine Tour mit Steigfell und Skiern. Diese Schnapsidee, wie sich meine Mutter ausdrücken würde, stürzte wie ein Blitz aus heiterem Himmel auf mich herein, und schon befand ich mich in Gargellen und wenig später unterwegs zur Rotbühlspitze. Ich hatte nur ein wenig im Skiführer geblät­tert, eine Notiz gelesen. Und schon schritt ich weitausgreifend durchs Valzifenztal einwärts. Allein — und ich blieb auch allein an jenem Tage.

Ein klarer Samstagmorgen war heraufgezogen. Windstill und lau. Ein Föhntag wie gestern, wie vorgestern und wahrscheinlich auch wie an den darauffolgenden Tagen. Eine zähe Südströmung hatte diese Föhnlage heraufbeschworen und den flaumigen Pulverschnee dahingerafft.

Das Valzifenztal ist bretteben — das Ergebnis der Hobelarbeit des einstigen Valzifenzgletschers. An seinem ehemals orographisch linken Rand fließt der Valzifenzbach, unsichtbar und lautlos, verborgen unter meterdicken Schneepolstern.

Der Schnee war hart und wabenförmig ausgeschmol­zen. Auf der anderen Talseite sah ich die kleine Madrisahütte dahinträumen und dann allmählich in meinem Rücken verschwinden. Sie steht dort zwi­schen mächtigen Fichten, kaum auszumachen, mit ihren grünen Fensterläden, die auf wettergegerb­tem Holz haften. Schade, daß ich nicht die Möglich­keit hatte, in dieser winzigen Hütte zu nächtigen. Sie liegt in einer landschaftlich so großartigen Um­gebung, daß ich sie jedem, der einmal ins Osträtikon kommt, empfehlen möchte — unweit von Gargellen, diesem etwas überspannten Pflaster.

Als ich den engen Durchlag des Wintertales, das sich ans Valzifenztal anschließt, erreicht hatte, standen die ersten Strahlen der Sonne in den jähen Flanken der Madrisa (2 774 m) — grell und schmerzend. Raschen Schrittes eilte ich an der verschneiten

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