Eine Besteigung der Rotbühelspitze – Einsamer Skiberg über Gargellen

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Der Skiführer sagt nicht viel aus über die Rotbühlspitze im Osträtikon. Vielleicht deshalb, weil sie dem Autor nichts zu sagen hatte. Vielleicht des­wegen, weil sie im Niemandsland liegt — quasi im Niemandsland zwischen Rätikon und Silvretta. Denn sie besitzt nicht den leuchtenden Kalk der Drusentürme, der Sulzfluh oder gar der Zimba. Nein, sie ist trist und schweigsam in ihrer Abge­schiedenheit, und bei schlechtem Wetter macht ihr Gestein einen beinahe unheimlichen Eindruck. Mir jedoch hatte die Rotbühlspitze etwas zu sagen ge­habt. Gewiß, geographisch zählt man sie noch zum Rätikon, aber geologisch gehört sie bereits zur Sil­vretta.

Sie ist ein Außenseiter in der alpinen Gesellschaft. Die Rotbühlspitze will nichts wissen von ihren An­gehörigen des gutbürgerlichen Standes. Sie buhlt mit den Adligen der Silvretta. Ihr Fels ist älter als jener ihrer Artgenossen. Er ist körniger, edler, kristallin! Aber sie zeitigt keinen Erfolg. Ihre gewaltigen Nachbarn bewahren aristokratische Distanz. Viel­leicht ist es gerade dieses arrogante Benehmen der Rotbühlspitze gegenüber ihren Artgenossen, das den Skibergsteiger herausfordert. Und welcher Touren­fahrer läßt sich nicht gerne von einem unbekannten Skiziel herausfordern?

Sie offenbart uns von ihrem Gipfel einen Ausblick, den man nirgendwo sonst im Rätikon mehr antrifft. Auge in Auge steht man ihnen gegenüber, den Recken der blauen Silvretta. Angefangen vom See­horn im Westen bis zum Fluchthorn im Osten. Sie ist ein Erker in einem riesenhaften Burggemäuer, von dem man einmalige Perspektiven genießt. Wem also die Rotbühlspitze in seinem Skigipfelrepertoire noch fehlen sollte, dem wäre zu empfeh­len, sich schleunigst auf den Weg dorthin zu machen. Noch haben geschäftstüchtige Managertypen die Rotbühlspitze nicht entdeckt. Noch sind ihre Hänge unberührt. Aber sie ist nicht nur ein großartiger Aussichtspunkt, sondern mit ihrer fast 1 500 m hohen Abfahrt auch ein Skigipfel ersten Ranges . Die meisten Skifahrer, die nach Gargellen kommen, lassen sich von den Pisten des Schafbergplateaus faszinieren. Die Skiziele des Valzifenztales, die man nur mit Muskelkraft erreichen kann, bleiben unbe­achtet.

Gargellen hat sich in den letzten Jahren zu einem beinahe mondänen Wintersportort entwickelt. Feu­dale Bungalows und klobige Hotels beherrschen das Ortsbild. Nur mehr wenig ist übriggeblieben von dem einst verträumten Bergdörfchen im hinteren Gargellental.

Gargellen ist rasch erreichbar auf gut ausgebauter Asphaltstraße, die, stets gut geräumt, aus dem Mon­tafon in Kehren heraufführt.

Die Ausgangsbasis für eine Besteigung der Rotbühlspitze finden wir verhältnismäßig tief gelegen. Es spielt deshalb so gut wie keine Rolle, ob man in Gargellen (1 430 m) aufbricht oder ob man von der Madrisahütte (1 688 m) den

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