Doldenhorn Ostgrat – Erste Winterbegehung

No Comments
 
 

Mitte Januar. Seit dem Winterabenteuer in der Doldenhorn-Nordwand sind einige Wochen ver­gangen. Ein paar schöne Tage scheinen sich anzu­bahnen, also der richtige Moment, das zweite, grö­ßere Problem am Doldenhorn anzupacken.

Nach einem genauen Plan werden Proviant und Ausrüstung zusammengestellt. Wir sind uns bewußt, daß unser Grat einer der schwierigsten Gratanstiege im Berner Oberland ist. Das bezeugen auch die we­nigen Sommerbegehungen.

Am Samstag, dem 18. 1. 1964, erreichen wir bei An­bruch der Nacht die Fründenhütte nach einem sehr beschwerlichen und von Lawinen gefährdeten An­stieg. Große Kälte bürgt uns für gutes Wetter. Nach langem Kochen und Heizen zeigt das Thermometer in der Hüttenküche immer noch 8 Grad minus.

Unser Programm sieht den Aufbruch um 4.30 Uhr vor. Planmäßig marschieren wir los. Diesmal sind wir wieder vier, statt Urs ist Peter dabei. Die Er­frierungen aus der Nordwand haben Urs für einige Zeit außer Gefecht gesetzt.

Hannes und ich gehen voraus und spuren abwech­selnd. Oft sinken wir bis zu den Hüften im Schnee ein, eine mühsame Arbeit. Endlich stellt sich der Fründengletscher steiler auf, die Schneedecke nimmt ab. Ober steilen Firn erreichen wir kurz vor Tages­anbruch den Fuß des Ostgrats. Während wir uns anseilen, fliehen die letzten Schatten der Nacht.

Die Kletterei bewegt sich hier im unteren Teil des Grates im Sommer wohl im III. und IV. Schwierig­keitsgrad. Wir haben jetzt erheblich größere Schwie­rigkeiten zu überwinden, denn der durchwegs plattige Fels ist mit Schnee und Eis überzogen.

„Zeit zum Mittagessen“, stellt Hapi fest, als wir alle auf dem kleinen Absatz unter der „Grauen Nase“ versammelt sind. Doch wir dürfen uns diese Zeit nicht gönnen. Nach unserem Plan haben wir bereits eine Stunde verloren, und erst das leichteste Drittel des Grates liegt unter uns. Die sogenannte „Graue Nase“ ist ein steiler, senkrechter Auf­schwung, der schon im Sommer erhebliche Schwierig­keiten bereitet. Meistens wird sie rechts in der Ost­wand durch eine Verschneidung umgangen, die aber jetzt, in Eis starrend, unmöglich zu machen ist. Es bleibt nur der direkte Weg. Ohne, Rucksack macht sich Hapi an die Aufgabe. Er kennt den Weg vom Sommer her, trotzdem hat er jetzt ziemlich an der harten Nuß zu knacken. Ein Hilfsseil verbindet nun unsere zwei Seilschaften, so kommen Hannes und ich ohne viel Zeit und Risiko über die „Graue Nase“ hinauf. Phantastisch ist hier der Tiefblick. Mehrere hundert Meter überhängende Südwand unter den Füßen geben der Stelle eine besondere Note. Das ist überhaupt das Phantastische an dieser Route, rechts die eisstarrende Ostwand, links die schneefreie, total überhängende Südwand, ein Symbol der Unbesteig­barkeit. An dem sich so bildenden scharfen Grat verläuft die Kletterei.

Wir bleiben mit dem Hilfsseil verbunden, um bei dieser heiklen Kletterei die

  • doldenhorn ostgrat
  • doldenhorn nordwand

  • doldenhorn nordwand
  • zimba ostgrat topo
  • Doldatenhorn Ostgrat
  • doldenhorn nordwand
  • doldenhorn südwand topo
  • kalkkögelgrat triebner tauern
  • doldenhorn ostgrat schwierigkeit
  • doldenhorn ostgrat
  • doldenhorn südwand
  • ostgrat doldenhorn

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments