Monte Circeo — nur 541 m hoch!

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„Es gibt in ganz Italien keinen Ort, der noch so vom Mythos der frühen antiken Welt berührt ist wie der Berg der Circe”, schrieb Kasimir Edschmid.

Von dieser Circe sollen — so erzählt Homer — tapfere Kundschafter des Odysseus durch einen Zaubertrank in Schweine verwandelt worden sein. Darauf zog Odysseus aus, seine Gefährten zu befreien. Hermes gab ihm das Kraut Moly mit, das ihn gegen den Zaubertrank der Circe schützen sollte. Odysseus befreite seine Gefährten … und ward trotz des Krautes Moly von der Circe so becirct, daß er und seine Gefährten dann ein volles Jahr freiwillig blieben. Aber das alles ist nur Sage. Tatsache ist, daß am Kap der Circe auch noch Reste einer uralten Stadt zu sehen sind. Eine Mauer, aus tonnenschweren Blöcken gebildet, Blöcke, so groß, daß man einst glaubte, daß nur Riesen sie bewegt haben können. Eine Zyklopenmauer.

Wir fragten eine alte Frau in San Felice Circeo nach dem Weg zu dieser Mauer.

„Eine alte Mauer? Hier sind alle Mauern alt!” Wir erklärten der Frau geduldig, daß wir nach viel älteren Mauern suchten als die von San Felice Circeo. Eine uralte Mauer … eine Zyklopenmauer .. . „Warum suchen Sie diese Mauer?” fragte uns die Frau. „Wollen Sie diese vielleicht kaufen?”

Am Berg der Circe gibt es nicht nur die Zyklopenmauern einer alten Stadt zu sehen, sondern auch noch Reste von antiken Heiligtümern auf der höchsten Erhebung. Diese schaut wie ein Zuckerhut aus und ist genau 541 m hoch — vom Meeresspiegel aus gemessen. Am Meer beginnt auch der Aufstieg.

„Diesen Zapfen werden wir gleich haben!” sagte ich voll Optimismus. 541 m Höhenunterschied, das sind rund eineinhalb Stunden Aufstieg.

Am Rande eines Olivenwaldes kamen wir zu einem Felsblock mit einer gelben Aufschrift „Vetta” (also Gipfel) und mit einem Richtungspfeil. Über uns dichte Macchia. Im Busch eine schmale Gasse …

„Da geht es hinauf!” sagte Fritzerl.

„Der Pfeil zeigt aber mehr nach links!” sagte ich. Links führte ein breiter Weg durch den Busch. „Ich bin doch kein Anfänger, der kerzengerade durch Latschen- oder Buschgassen hochsteigt. Natürlich ist der bequemere Weg der richtige Weg!”

Der bequemere Weg war ein richtiger Buschtunnel. „In diesem Gelände möchte ich ohne Buschmesser nicht vom richtigen Weg abkommen!” sagte ich. Wir hatten kein Buschmesser mit. Aber wir kamen vom richtigen Weg ab, weil es unter dem Gipfelfelsen keinen Weg mehr gab. Nur Macchia, mannshohes Gras, Domen, meterlange Schlinggewächse .. . „Die obere Kuppe des Berges, von der aus man die Kuppel der Peterskirche in Rom und den Vesuv am Golf von Neapel sehen kann, ist steinig und herb, und die Hänge darunter beherbergen seit einer Ewigkeit nicht nur viele Schlangen, sondern auch zahlreiche Heilkräuter, deren Namen man wahrscheinlich ebenso wie ihre Wirkung vergaß”, schrieb ebenfalls Kasimir Edschmid. Und um die Flora dieses Gebietes zu schützen, wurde der Monte Circeo 1934 zum Nationalpark erklärt …

„Warum, warum hat man das nur getan?” fragte der Hansl wütend, als er inmitten der Domen hing und verzweifelt

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