Die Weissmies über den Nordgrat

No Comments
 
 
schnallen noch Pickel und Steigeisen an den Kletterrucksack und poltern im Dunkeln mit den schweren Bergschuhen die Holztreppe in den Gastraum hinauf. Im Stehen schlür­fen wir den heißen Tee und schlingen ein paar Brote hinunter, denn Plätze an den Tischen sind in dem herr­schenden Wirbel weder erreichbar noch frei. Dann treten wir vor die Hütte. Es ist kalt, und das ist gut so, damit das Wetter hält. Uns wird beim Gehen gleich warm werden. Wir steigen zum Lagginjoch an. Zuerst geht es über den üblichen Moränenweg, dann auf den Trift­gletscher. Wir brauchen heute kein Licht mehr, denn wir sind später dran — und das mit Absicht. Knapp vor dem Joch steigen wir rechts durch eine Schneerinne auf den Grat. Bis jetzt sind wir im Schatten gewesen, auf dem Grat empfängt, uns die Sonne, doch ein frostiger Wind weht. Es ist bitter kalt. Dies ist auch der Grund unseres späten Aufbruches. Da man nach etwa zweieinhalb Stunden den Einstieg erreicht, ist es zweckmäßig, nicht allzufrüh wegzugehen, damit die Sonne den Fels etwas anwärmen kann. Um 7 Uhr greift die erste unserer drei Seilschaften in den Fels. Noch behalten wir die Fäust­linge an, wegen der grimmigen Kälte. Der Himmel ist tiefblau, der Fels griffig, rauh und fest, die Aussicht nach allen Seiten unbeschreiblich klar und schön. Wir wandeln zwischen Schatten und Licht. Links vom Grat ist der Fels in freundliches, warmes Sonnenlicht getaucht — rechts hängt noch blauer, dunkler und frostiger Schatten in der Gratflanke. Wir klopfen uns vor Freude gegenseitig auf die Schulter und sind glücklich wie Kinder, weil uns diese Fahrt bei so herrlichen und idealen Verhältnissen gelingt. Die Fäustlinge müssen wir nun ausziehen, weil es kleingriffig wird, und zwar bei der ersten Schlüssel­stelle. Es ist dies eine steile Platte mit wenigen kleinen Griffen, schwierig, etwa 15 m hoch und zu unserem Pech im Schatten, so daß sie auch noch eisig ist. Dafür sind aber zwei Eisenstifte vorhanden. Nach Überwindung dieser Stelle wird es bald richtig warm, so daß wir die Fäustlinge in den Rucksack stecken können. Murli schwärmt nur noch davon, daß er nun endlich warmen Fels „behandeln“ könne. Es ist traumhaft schön. Wir brauchen uns auch nicht zu hetzen, da man sieht, daß das Wetter sicher den ganzen Tag halten wird. 

Der Grat besteht aus zwei Felsaufbauten, dazwischen eine Scharte, und leitet dann als

  • weissmies nordgrat

  • wetter weissmies
  • schrammacher nordgrat
  • weissmies nordgrad
  • weissmies nordgrat
  • wiessmies skitour
  • glödis nordgrat klettern
  • weissmies - nordgrat topo
  • besteigung weissmies
  • weismies nordgrast
  • weissmies

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

More from our blog

See all posts
 
 
No Comments