Die Weissmies über den Nordgrat

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waren wir am hartgefrorenen Firn angekommen. Mit den Steigeisen ging’s im steilen Gelände gut aufwärts. Der bald folgende Sonnenaufgang war ein Erlebnis für sich. Zu­nächst streiften die ersten roten Strahlen ganz zaghaft und ungewiß die äußersten und höchsten Spitzen des Monte Rosa, verlöschten jedoch bald wieder im Dunkel der Wolken. Ein leichter Wind umfing uns. Als sich jedoch die Sonne durch die Wolkenschichten durch­gearbeitet hatte, tauchte sie den Monte Rosa von neuem in ein leuchtendes, jetzt schon kräftigeres Rot und be­hielt nun auch die Oberhand. Allmählich leuchteten auch die anderen Spitzen in der Umgebung im Licht der wär­menden Strahlen auf. Wir waren inzwischen am Süd­westgrat des Fletschhorns angekommen. Erst kletterten wir noch im Schatten, doch als wir den Firngrat erreich­ten, genossen auch wir die Sonne und die Wärme. Die ersten Seilschaften hatten bereits über den Normal­anstieg den 3 996 m hohen Gipfel erreicht, und bald waren auch wir dort. Die Aussicht war nodi ganz gut, doch der eiskalte Sturm ließ uns nicht lange verweilen. Nach einem Gipfelphoto, das ein Franzose für uns machte, sowie einigen „Salus“ und „Grüazi mitanand“ spurten wir schon in das Fletschjoch hinunter. Hier war es fast windstill und die Sonne auch schon viel wärmer, so daß wir uns eine kurze Rast gönnten. Die bald aus der Ostflanke aufsteigenden Nebel ließen uns jedoch rasch aufbrechen.

Nun ging es den Nordgrat auf das Lagginhorn hinauf. Es lag noch ziemlich viel Schnee drinnen vom vergange­nen Wettersturz, und Wassereis gab es auch. So kletterten wir gleich mit den Steigeisen, was recht angenehm war, wenn man sich erst daran gewöhnt hatte. Die Kletterei war sehr nett und wechselte manchmal mit Firngraten ab. Weiter oben machte der Nebel dann zu, und als wir um 11 Uhr den Gipfel (4 010 m) erreichten, standen wir in einer grauen Nebelsuppe. Nach der Gipfelrast ging es dann den Südwestgrat über Blockwerk und schon sehr weichen und tiefen Firn hinunter zur Hütte, wo wir um 14 Uhr eintrafen. Die Freunde saßen schon bei heißer Suppe, Hörnchen und Fleischkonserven. Nachdem wir die feuchten Schuhe von den Füßen hatten und das ganze Zeug auf der Terrasse im Wind zum Trocknen auf­gehängt hatten, ließen auch wir unsere Verpflegung vom Hüttenwart wärmen und machten es uns am Tisch be­quem.

Am nächsten Tag war das Wetter in der

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