Die Weissmies über den Nordgrat

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Täschhorn, den Dom und Alphubel und wie die Vier­tausender alle heißen und konnten uns an dem Panorama kaum satt sehen. Doch unser Auftrieb, der nur der Weiß­miesgruppe gehörte, brachte uns rasch höher und war so groß, daß wir fast alle Abschneider, die man sonst nur im Abstieg begeht, hinaufstiegen. Bald hatten wir die Triftalpe mit ihren dunkelbraunen hölzernen, mit Stein­platten gedeckten Almhütten und der lieblichen kleinen, weiß getünchten Kapelle erreicht. Ich tauchte das Ge­sicht kurz unter den Strahl eines Brunnens — uns war ganz schön warm geworden. Und indem wir die Alm hinter uns ließen, kamen wir aus der Waldzone heraus in die hochalpine Region.

Jetzt sah man bereits die Berge, welche die Weißmies­hütte, die für die nächste Zeit unser Standquartier wer­den sollte, umrahmen — angefangen vom Jägihorn und dem Jägigrat über das Fletsch- und Lagginhorn zur Weiß­mies selbst. Höher kamen wir auf grasüberwachsenen Moränenrücken, vorbei an friedlich weidendem scheckigem Almvieh, welches durch die Vielstimmigkeit der baumelnden Kuhglocken eine harmonisch ergänzende Melodie zur herrlichen Landschaft ergab. Als wir dann die mit ihrem Rot weithin leuchtende Landesflagge am Fahnenmast der Hütte im Wind flattern sahen, hatten wir es bald geschafft. Hier erwarteten und begrüßten uns bereits die Kameraden, die, als sie von Wien kom­mend im Saastal eintrafen, gleich zur Hütte aufgestiegen waren. Doch ihre erste Tour auf das Fletschhorn bei schlechtem Wetter und heftigem Sturm ließ sie an diesem Tag einen Rasttag einlegen. Wir richteten uns zunächst im Lager ein und tauschten dann unsere leichte Beklei­dung gegen windfeste und warme Sachen. Daß das Wet­ter am kommenden Tag nicht hundertprozentig werden würde, sah man gegen Abend an den Schleiern, die den Himmel überzogen. Für diesen Fall wollten unsere Freunde, die ja schon am Fletschhorn waren, aufs Laggin­horn gehen. Peter und ich, wir hatten unseren eigenen Plan. Um den Vorsprung der anderen einzuholen, und da es sich geradezu anbot, wollten wir eine Überschrei­tung von Fletsch- und Lagginhorn machen. Wir bezogen auf jeden Fall zeitig unsere Schlafplätze.

Am anderen Tag waren wir um 3/4 4 Uhr aus den Federn und hatten mit unserer Wetterprognose recht behalten. Kaum eine Dreiviertelstunde später strebten wir dem Fletschhorn zu. Als es zu dämmern begann,

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