Die Weissmies über den Nordgrat

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Wir sind nun fast eine Woche im Wallis und den dritten Tag auf der Weißmieshütte. Es ist 3/4 4 Uhr, als wir uns aus den warmen Wolldecken des Lagers schälen. Wufi, der am nächsten beim Fenster liegt, begutachtet das Wetter und sagt nur: „Weißmies-Nordgrat.” Da kommt plötzlich Leben in unsere schlaftrunkene Bande. Es hebt ein reges Treiben und Suchen in dem schmalen Gang vor den übereinandergebauten Lagern unseres Schlafraumes an. Da die Rucksäcke, Seile, Steigeisen, Schuhe und die gesamte andere Ausrüstung bereits den ganzen Gang beherrschen, ist es gar nicht so leicht, vom oberen Matrat­zenlager herunterzukommen, und man kann von Glück reden, wenn man endlich festen Boden unter den Füßen spürt, ohne jemand auf den Zehen zu stehen. Im Schein von Taschenlampen sucht jeder nach seinem Zeug. Tou­renproviant, Reservefäustlinge, Sonnenschutzcreme und vieles mehr werden im Kletterrucksack verstaut, ein arges Gedränge herrscht — doch was kann das schon an unserem Auftrieb ändern. Drei Tage warten wir bereits auf diese Tour beziehungsweise auf dieses herrliche Wet­ter, wenngleich wir auch in der Zwischenzeit nicht un­tätig waren. Doch der Hauptpunkt in unserer Fahrten­planung für den Standort Weißmieshütte galt dem Weiß­mies-Nordgrat. —

Unsere Zelte hatten wir in Saas-Grund auf einem herr­lichen Platz, am Rande der bewaldeten Tallehne, auf­gestellt. Als das Wetter einiges zu halten versprach und der Barometerstand beziehungsweise die Bewegung der Nadel des Höhenmessers ungefähr unseren Vorstellungen von gutem Tourenwetter entsprach, verfrachteten wir den Kocher, die unter dem Oberdach kühlgestellten Kon­serven und Lebensmittel sowie alles Sonstige ins Innere des Zeltes, zogen den Reißverschluß zu und machten uns an den Aufstieg zur Hütte. Die Sonne meinte es recht gut mit uns, so hatten wir für den Hüttenanstieg die kurze Hose an — und das Hemd ausgezogen und samt der Kletterhose auf den Rucksack geschnallt. Der Weg aus dem Saastal heraus ist wunderschön. Trotz der Hitze genossen wir die Umgebung und die Aussicht, und für den Durst gab es allenthalben verwitterte Holzbrunnen, aus denen gutes, kühles, klares Wasser sprudelte. Wir kamen vorbei an duftenden Heuhütten und saftigen Almwiesen, und je höher wir stiegen, desto interessanter wurde der Blick auf die uns gegenüberliegende Mischabel­gruppe. Wir schauten zwischen Lärchen hindurch auf das

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